Donnerstag, 4. Juli 2013

Regenwetter

Schon wieder sind fast drei Wochen vergangen, und wir warten immer noch auf die Fertigstellung unseres Daches. 4 - 6 Wochen solle es dauern, sagte damals Mariano. Weit gefehlt! In einer Woche sind drei Monate vergangen, das Dach ist immer noch nicht ganz fertig. Viel fehlt ja nicht mehr, nur eine Seite vom Quincho müsste noch gedeckt werden, aber es regnet und regnet.....


ein gewöhnlicher Regentag.....


 Gut! Aber wenigstens könnte man doch mal innen die Wände fertig streichen und die ganzen Lampen wieder an ihren Platz bringen, damit wir unsere Möbel aus den hinteren Zimmer rausholen könnten. Nein, erst müssten die Mauern ganz ausgetrocknet sein, sagte mir Mariano. Na, dann müssen wir eben auf bessere Zeiten warten, sprich auf schöneres Wetter. Mittlerweilen ist nämlich der Winter eingekehrt. Ein Regentag folgt auf den andern, was eigentlich ungewöhnlich ist, denn die Regenzeit ist im Sommer, und es ist kalt geworden, so um die 12 - 15°. Heute beim Spanischunterricht hatte Mägi tatsächlich ihr Cheminee eingeheizt! Am Abend, bei Gudrun und Claus, erwärmten drei Kerzen auf der festlich gedeckten Tafel das Ambiente, und bei mir kam fast ein wenig Weihnachtsstimmung auf!


..ist es schon Weihnachten?

 Beim gemütlichen Plaudern, fragte Gudrun: " In Spanien haben alle Häuser einen Namen, wird euer Haus auch einen Namen erhalten?" Ja, daran hab ich auch schon gedacht, denn im Condominio haben fast alle Häuser einen Namen, z.B. Casa Hilda, Casa de la virgen etc. Irgendwas mit Tukan, denn mein Tukan hat immer noch keinen festen Platz gefunden und hängt traurig unter dem Strohschirm neben dem Swimmingpool. Wir werden uns mit Hilfe von Lili einen Namen auf Guarani einfallen lassen!
Nächste Woche soll übrigens, laut Wetterbericht, das Wetter besser werden. Dann wird unser Dach doch noch vor dem Geburtstag von Peter fertig, wer weiss!

Freitag, 31. Mai 2013

Herbst

Uii ui, schon ist wieder eine ganz schön lange Zeit vergangen seit meinem letzten Eintrag. Der Herbst ist angebrochen, die Nächte werden empfindlich kalt, die Tagestemperaturen steigen so ungefähr auf 23°. Tagsüber weht ein kräftiger Wind und es regnet öfters. Natürlich ist unser Dach noch immer nicht fertig, wir sind ja in Paraguay.


..natürlich regnets überall rein!!.....


 Vor 2 Wochen wollten sie fertig sein, aber da kam eine Woche Regen dazwischen. Wie man weis, arbeitet bei Regen niemand in Paraguay. In  diesen Regentagen geniessen wir jeweils unsere Ruhe, froh darüber, wieder mal unbeobachtet zu frühstücken und unser normales Leben zu leben.  Rings um uns ist immer noch Chaos, besonders wenn es wieder mal reingeregnet hat, aber man gewöhnt sich daran. Kochen tun wir nur abends für Idefix, dann fahren wir zu Sommerlads zum Abendessen, wo wir mit guten Gesprächen den Abend verbringen. Gestern war Stefan Jonas da und hat ein grosses Stück Stahlblech auf unseren Kamin montiert, dass es nun nicht mehr in den Ofen regnen kann. Heute morgen hab ich den Schock meines Lebens gekriegt, als ich zusehen musste, wie die Arbeiter den oberen Teil der Glasfront entfernten. Ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen wurde das Täfer, woran die Scheibe fixiert war, weggesägt und anschliessend heruntergeholt. Ich konnte nicht zusehen, habe auch nichts klirren gehört, also ist es gut gegangen. Meine Güte, es ist sehr gewöhnungsbedürftig, wie sie da oben mit nackten Füssen wie Affen auf den Balken herumturnen, vollkommen ungesichert und furchtlos!



..wenn das mal gut geht......





Der Herbst gilt auch als triste Jahreszeit. Hier aber stehen  die ersten Lapachobäume in prächtig rosafarbener Blüte! Die Tulpenbäume entfalten schon vereinzelt ihre grossen, orangeroten Blumen. 
Da ereilte uns die Nachricht vom Tod eines unserer Freunde. Ralph war abends mit dem Motorrad unterwegs nach Hause, als er einen Bus überholen wollte, der gerade am Wegfahren war. Er rutschte aus, fiel hin und in dem Augenblick überrollte ihn der Bus. Er erlag seinen Verletzungen im Spital. Nun werden hier in Paraguay die Verstorbenen innert 24 Stunden beerdigt. Gudrun und Carlos waren die ganze Nacht und den nächsten Morgen beschäftigt mit übersetzten, organisieren , Papierkram mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Botschaft erledigen und Herrn Pfarrer Ricardo Becker zu fragen, ob er zu einer Abdankungsfeier von Asuncion nach Caacupe kommen könne. Er war sofort dazu bereit, und die Feier fand am Nachmittag statt. Dank facebook, Skype und Telefon waren sehr viele seiner Freunde  da, um von einem lieben, hilfsbereiten Menschen und Freund Abschied zu nehmen.
Ein paar Tage später ruft Lili ganz aufgelöst bei Gudrun an und sagt, ihr Vater sei im Spital auf die Intensivstation überwiesen worden. Lili ist unsere empleada und alle 2 Wochen kommt sie, um uns unsere Hände und Füsse zu pflegen. Sie ist Paraguayerin, ein ganz liebes und immer fröhliches Mädchen, 28 Jahre alt. Nicht sehr gross, dafür aber umso fleissiger. Mit der modernen Technik, wie Staubsauger, hat sie nichts am Hut, das kennt sie nicht. Ihr Vater war Brunnenbauer und hatte deswegen immer Probleme mit seiner Lunge. Wir haben uns grosse Sorgen gemacht, und wirklich wurde der Vater dann am folgenden Nachmittag von seinen Schmerzen erlöst. Am Abend wurde er in einem gemieteten Salon aufgebahrt. Wir fuhren mit Gudrun hin, drückten Lili, ihrer Mutter und ihrer Schwester unser Beileid aus und nahmen Abschied von dem Verstorbenen. Am nächsten Tag kam wieder Pfarrer Becker aus Asuncion, hielt die Abdankungsrede in dem Salon und liess es sich nicht nehmen, bei strömendem Regen auf den Friedhof mitzufahren und nochmals tröstende Worte für die sehr kleine Trauergemeinde zu sprechen.
Ricardo Becker ist der evangelische Pfarrer, der für San Bernardino zuständig ist. Jeden zweiten Sonntag kommt er aus Asuncion in unsere kleine Kirche. Nicht selten ist auch Betty, seine Frau, und eines seiner beiden Kinder dabei. Er ist Pfarrer mit Leib und Seele und ein wahrer Christ. Er ist da, wenn er gebraucht wird, fragt nicht nach Konfession, macht alles völlig selbst- und kostenlos! Da könnte sich manch katholischer Priester ein Beispiel nehmen.


Idefix und seine Freundin Lili


Mittwoch, 24. April 2013

Arbeitssicherheit

Die erste Etappe unseres Daches ist fast abgeschlossen. Das heisst, die Wände in den hinteren Zimmern müssten noch gestrichen  und die beschädigten Bodenplatten ausgetauscht werden. Da aber oben zum Gang noch eine Lücke klafft, kann ich vergessen, dass nun die Möbel und der ganze Krempel in die "fertigen" Zimmer geschafft werden können. Auch die Türrahmen sind cupiibefallen und müssen durch neue ersetzt werden. Unser Bett bleibt somit im Wohnzimmer vorne, da nun unser Schlafzimmer an der Reihe ist. Zum Glück können wir wenigstens das Gästebad benutzen. Fleissig reissen die Arbeiter die Dachziegel, den Mörtel, die Membrane und das Unterdach herunter. Sie schnattern dazu und lachen.....da....ein Steinregen fällt plötzlich auf meine Küchenmöbel!! "Nein, halt, so geht das nicht!!! Die demolieren meine ganze Kücheneinrichtung!" sage ich zu Peter. Wir hatten ausgemacht, dass erst der Schlafbereich fertig gestellt werden solle, und erst danach der Wohnbereich mit der Küche. Ich sage Mariano, dass das nicht so weitergehen könne, da müsste erst ein provisorisches Zwischendach zum Schutz meiner Küche errichtet werden. Er organisiert sofort ein paar Sperrholzplatten, die den Küchenbereich auch ziemlich gut abdecken. Da kann es ja weitergehen.

..vorher....

....nachher....
Sie sind fleissig, unsere Arbeiter! Doch, als ich einmal einen Tag beim Zahnarzt war, erzählte mir Peter, dass einer unserer Arbeiter, Alfredo, Unfall gemacht habe. Er hat nicht bemerkt, wie es geschehen ist, jedenfalls hatte Alfredo plötzlich eine grosse, klaffende Wunde am Bein. Peter hat sie dann desinfiziert, Wundheilsalbe draufgemacht und notdürftig, mangels Verbandmaterial, mit einem seiner Unterhemden verbunden. In die Urgencia konnte er ja nicht, da ich mit dem Auto unterwegs war. Am nächsten Tag wollte ich die Wunde sehen. Ja, sieht gut aus, keinerlei Rötungen an den Wundrändern. Nochmals Salbe drauf und neu verbinden, diesmal richtig. Jeden Tag frage ich Alfredo nach dem Befinden seines Beines, die Salbe durfte er dann behalten, damit er übers Wochenende selber verbinden kann. " Muy bien, Señora, muchas gracias!" seine tägliche Antwort.
Von nun an bemüht er sich, immer alles schön sauber zu machen und auch unsere Bodenplatten abzudecken, damit nicht noch mehr zerschlagen werden.
Unsere SUVA in der Schweiz ( Schweizerische Unfall VersicherungsAnstalt für Betriebe, für meine "ausserschweizerische" Lesergemeinde) hätte ihre helle Freude an der Arbeitsweise hier in Paraguay.
Da werden Lampen abmontiert, das Kabel hängt von der Decke, ohne den Strom abzuschalten und ohne das Kabelende zu isolieren. Mangels eines Steckers werden die Kabel direkt in die Löcher der Steckdose gesteckt....und... und...und

"Stecker"a la PY...


..mit nackten Füssen klettert man auf dem Dach herum....

...!!!!...

..mein Schlafzimmer...ui ui ui.....

Strommast nach Art von Paraguay!

..hoch oben auf dem Dach....

Gerüst

Nach all den gefährlichen Sachen schreitet aber unser neues Dach voran. Ich hab auch schon jemanden gefunden, der unsere alten Ziegel gut gebrauchen kann. Ein Kinderheim in Piribebuy, aber davon ein anderes Mal.
Noch was für meine Freundinnen zu Hause: Peter ist gerade auf dem Nachbargrundstück und beobachtet, wie der Ziegelhaufen wächst, als er plötzlich laut sagt:" Bring mal schnell die Kamera, das muss ich knipsen!"

Oh......meine 2. Schlange....1.3m......

..ist die nun giftig, oder doch nicht?...
Ich frage gleich Alfredo, ob die Schlange giftig sei: "Siiiii, señora, muy peligroso!" Ja klar, für die Einheimischen sind alle Schlangen  hochgefährlich, und jede wird gleich totgeschlagen. Diese hier wird von Peter gerettet. Ich glaube nicht, dass die giftig ist, da bei ihr das rot auf schwarz trifft und nicht, wie bei der hochgiftigen, texanischen Korallenotter rot auf weiss.
Nun aber zum Schluss noch ein wunderschönes Bild von einem Kolibri, wie sie bei mir um die Santa Rita Blüten schwirren. (Bougainvilleas)












Dienstag, 9. April 2013

Ein neues Dach

Nach dem Hochzeitsstress ist nun der "Dachstress" angesagt! Wir haben schon vor einiger Zeit bemerkt, dass im Büro und im Gästezimmer, also in den hinteren Zimmern, so kleine, schwarze Krümel von der Decke fallen. "Cupii", sagt Mariano. "Termiten, ach du Scheisse!" sage ich. Mariano kommt mit Theo und einer Rückenspritze, gefüllt mit Gift, um das Ungeziefer zu vernichten. Man darf dann einen Tag den Raum nicht betreten. Eines Tages, als ich nach den Ananas und Bananen schauen will, fällt mein Blick zufällig unters Dach. Was ist das denn? Da sitzt eine fussballgrosse Kugel an der Aussenwand unter dem Dach. " Mariano, que es eso? Was ist das? "Avispero!" seine Antwort! Ein Wespennest! Ja, das könnte sein, der Grösse nach zu schliessen. Ein paar Tage später kommt er dann
wieder mit seinem Schwager, Theo, und schlägt die Kugel herunter.

"Avispero!!"




Termiten!
Es stellt sich heraus, dass das keine Wespen, sondern Termiten sind!
Der "Sicherheitsrat", Carlos, Gudrun, Mariano, Peter und ich, beginnt zu tagen!
Es geht nicht anders, das Dach muss erneuert werden. Mariano macht einen Kostenvoranschlag. 105 Mio. Guaranies! 
Ok, müssen wir ausziehen in den 4-6 Wochen? Nein, aber die Zimmer müssen schon ausgeräumt werden.  "Oh, du lieber Gott, das gibt ein Hin und Her! Ich kann mich noch gut erinnern, wie das bei uns war! Das ging mir so auf die Nerven, dauernd die Arbeiter im Haus von morgens früh, bis abends um fünf! Da brauchst du starke Nerven!"sagt Gudrun. Wann soll denn das grosse Chaos beginnen? Auf keinen Fall vor der Hochzeit von Carlos, weil wir da Gäste haben, aber noch vor dem Winter. Der 1. April wird ausgemacht. Wir glauben beide, Peter und ich, nicht daran, dass die Arbeiter kommen werden, besonders, weil das der Ostermontag ist, und man in Paraguay nach Feiertagen erst mal ausnüchtern muss. Falsch gedacht! Eigentlich hätten wir es besser wissen müssen, ist doch Mariano ein äusserst zuverlässiger Baumeister. Um sieben in der Früh, Peter ist gerade mit Idefix unterwegs, kommen die Arbeiter und wollen die hinteren Zimmer ausräumen! Ich im Stress! Hab ja nichts vorbereitet! Sie schieben die Möbel, samt Inhalt, ins Wohnzimmer und ich alle wichtigen Sachen ins  Schlafzimmer. Gleich danach beginnen sie, die Ziegel herunterzunehmen und das machimbre (Täfer) wegzureissen.  Ich muss noch sagen, dass es nicht unbedingt ein schöner Tag ist, der 1. April. Wolken ziehen über den Himmel, es ist etwas trüb. Kommt es regnen? "No, no, señora!" sagt Mariano, aber ich traue der Sache nicht so recht, sagt doch unser Barometer ganz was anderes! Und der ist aus der Schweiz!
Natürlich, so gegen fünf Uhr abends, weint der Himmel! Eine Stunde zuvor, stehe ich im Gästezimmer,  schaue in die strahlende Sonne und erfreue mich an der Helligkeit, die das Zimmer durchflutet. Man hat eine Plane, eine Coca Cola Werbung, mitgebracht, aber die reicht gerade für ein Zimmer. Und das andere Zimmer? Soll es da rein regnen? Damit muss man doch rechnen, Regen einplanen und sich dementsprechend vorbereiten! Von einer anderen Baustelle organisieren die drei Arbeiter zwei Stück Plastik, um auch das zweite Zimmer abzudecken. Dann ..."buenas noches , señora, buenas noches, señor!"...und weg sind sie. Jetzt kommt Wind auf! "Lass uns doch mal nach den Planen sehen", dränge ich Peter, " ich traue dem Plastik nicht!" Ja ja, natürlich haben die die Holzstangen über das Plastik gelegt und der erste Windstoss hat sie gleich zerrissen. Peter holt die Leiter und klebt das Zeug wieder zusammen! Wir setzen uns wieder nach vorn an unsere Computer, als uns so gegen halb neun.........bumm.........ein riesen Knall  nach hinten springen lässt. Zu sagen ist, es regnet mittlerweilen wie aus Kübeln! Als ich die Tür zum Gästezimmer öffne, sehe ich den freien Himmel über mir, einen grossen Stein am Boden und die Yguazuwasserfälle herunterstürzen. "Die Aussenmauer ist ausgebrochen, schnell, bring den Wasserschieber!" rufe ich Peter zu. "Hol die Sandschlangen vorn bei den Eingangstüren und leg sie vor die Schlafzimmertür! Ich schiebe dann das Wasser ins Badezimmer zum Abfluss!" schreit Peter. Diese Sandschlangen habe ich genäht, damit die Frösche und sonstiges Ungeziefer nicht mehr unter der Tür durchkriechen können. Jetzt halten sie sogar das Wasser im Zaum, und Peter kann es ins Badezimmer schieben. Über Skype erzähle ich Gudrun, was geschehen ist. Sie ruft sogleich Mariano an und kommt eine halbe Stunde später mit ihm und Theo zu uns. Ich habe wirklich gedacht, die Mauer sei ausgebrochen, aber wie sich herausstellt, ist der riesige Stein, den die Arbeiter ans Plastik gebunden hatten, durch den Wind herunter ins Zimmer gefegt worden. Machen kann man nichts, nur hoffen, dass der Regen bald nachlässt. Zum Glück hat Peter alle Steckdosen und Schalter wasserdicht abgeklebt. Nur die Bodenplatten sind jetzt beschädigt, bin mal gespannt, ob die ausgetauscht werden. 
Am nächsten Tag haben wir Spanischunterricht in Caacupe. Ich erzähle Mägi sogleich von dem Missgeschick der letzten Nacht und siehe da......" Ich habe eine grosse Plane aus der Schweiz mitgebracht, die brauchen wir nicht, wenn du willst, kannst du die mitnehmen!" ...Wir sind gerettet! Die Plane hat genau die richtige Grösse, 8x10 Meter. Und es regnet weiter. Wenn es regnet, arbeitet nämlich kein Mensch in Paraguay! Die nächsten paar Tage sind genauso feucht.
Am Freitag endlich scheint die Sonne wieder, aber keiner kommt zur Arbeit. Peter wird böse und ruft Carlos an. Carlos kommt mit Mariano her, Gudrun ist auch dabei, es wird ausgehandelt, dass das Holz, das schon hier ist, erst mit dem Gift gegen Ungeziefer gestrichen wird vor der Montage. Üblicherweise wird das Holz hier erst behandelt, wenn es schon an seinem Platz auf dem Dach ist. Das kommt nicht in Frage, denn dann sind die Auflageflächen nicht behandelt! Am Nachmittag erscheinen Theo und Mario, der Sohn von Mariano, und streichen wie vereinbart das Holz.


Chaos!

Mauerwerk in PY

Danke, Mägi, für die Plane!


Montag, 1. April 2013

Der grosse Tag

Ja, die Frage nach der passenden Kleidung war schnell gelöst. Claus, der Ehemann von Gudrun, hatte einen schönen Anzug, der ihm viel zu gross geworden ist. Peter passt er wie angegossen. Das weisse Hemd sitzt auch noch, bloss schwarze Schuhe hat der Peter keine....doch... die Westernboots aus Wildleder, ja die kann er tragen. Und ich?- Na ja, es sind auch schöne Kleider mit auf die Reise gegangen, aber leider nur in schwarz. Meine Lieblingsfarbe. Na also, dann fahren wir doch nach San Lorenzo, wo schon Lili und Silvia schöne Kleider gefunden haben. Gesagt, getan, Gudrun und Carlos fahren mit mir nach Asuncion, wo wir erst den Bräutigam einkleiden. Einen schwarzen Smoking mit weissem Hemd und silberfarbener Weste mit einer ebensolchen Krawatte haben wir schnell gefunden, dazu schwarze Schuhe und Gürtel. Für den stolzen Preis von 2,7 Mio Guaranies gibts noch einen schwarzen Kummerbund und eine schwarze Fliege dazu. Nur die Hose ist zu lang und wird in einer halben Stunde gekürzt sein. Das war eben da, wo wir dann in der Zeit essen gingen und ich meine Kamera "ersäuft" habe.


der schmucke Bräutigam


Ich finde dann tatsächlich in einer Boutique ein passendes Kleid in violett. Gudrun ist im Besitz eines wunderschönen Paillettenoberteils, schon etwas älteren Jahrgangs, aber durchaus passend, in blau. Das bringen wir in die Reinigung. Da fällt mir ein, dass ich einen Rock in derselben Farbe habe, im Krinkellook. Der passt auch genau! Schuhe und Handtaschen sind kein Problem, ist alles da. Da wäre doch mal diese Frage geklärt.


2 Damen mit Claus


 -  Hochzeitsgeschenk? -  Nun, da das Haus des Brautpaares noch nicht fertig ist, und die Braut weiterhin mit ihrer Mutter zusammenleben wird, sind alle Haushaltsgegenstände vorhanden, was fehlt ist Geld zum Weiterbauen.
Ich überlege mir schon seit geraumer Zeit, was ich denn machen könnte zur Unterhaltung des Publikums. Erst hab ich mit Carlos schön langsam Walzer geübt, da hab ich ihn gefragt, was er denn davon halte, den Brautwalzer mit einem Schirm zu tanzen, die Gäste, jeder  mit einer Kerze in der Hand, im Kreis um das tanzende Paar. Dann kommen die Unterschriften sämtlicher Gäste drauf, zur Erinnerung. " Nein" sagt Carlos, "das möchten die Damen nicht! Sie wollen keine Spiele, es soll alles so laufen, wie üblich!" Na dann halt nicht. Eine Scherztombola zugunsten des Brautpaares?- Ich bespreche das mit Gudrun. "Ja, können wir machen!" Mit Hilfe von Atlanta, Gudrun und Carlos bringen wir 50 tolle Preise zusammen. Das war gar nicht so einfach! Mussten wir doch einen Scherz finden, der auf Deutsch und auf Spanisch genau gleich gut ankommt. z.B. Traumreise für 2, viaje de los sueños para dos -zwei Schlaftabletten, Jagdausrüstung, equipo de caziera - Fliegenklatsche, Einfamilienhaus, casa unifamiliar - Schneckenhaus etc.
Da kann der grosse Tag ja kommen.
Und er kommt!
Gudrun und ich gehen schon am Tag zuvor in eine Peluqueria und lassen uns , probeweise, eine Hochsteckfrisur verpassen. Wir kämen dann morgen wieder, sagen wir, was wir auch tun. Gerade absolut begeistert waren wir beide nicht, aber einigermassen zufrieden, hat die Frisur doch "gehalten".
Um 17.00 Uhr sollen wir in der katholischen Kirche sein. Wir sind da, pünktlich! Wir, das sind Carlos, Gudrun, Lili, Thomas und wir. Alle ziehen sich bei mir um, da geht ein Knopf ab, ein Kleid muss gebügelt werden, wie soll ich mich schminken, wo hat`s Nadel und Faden? Wie es eben so geht, wenn alle aufgeregt sind.
Eine Stunde vergeht.......ich hab Durst!
 "Ja die Trauung findet um 17.30Uhr statt! Ich hab die Gäste um 17.00 Uhr herbestellt, damit dann auch alle da sind!" informiert mich Carlos. Ja, aber........?  Wieder vergeht eine Weile, alle sind nervös, gehen in die Kirche, kommen wieder heraus....wo bleibt denn die Braut???? Durst...........wie weit ist denn die nächste Bodega entfernt?? Und gibt`s da Bier?

...wo bleibt denn nur die Braut?

...ja, wo bleibt sie denn??


Na ja, mit anderthalb Stunden Verspätung trifft Letizia, in Begleitung ihrer Mutter, doch noch ein! Alle atmen auf. Der engagierte Chor mit Sänger ist schon verärgert und, wie wir später hören, der katholische Priester auch. Unser Pfarrer, Ricardo Becker, nimmt es mit Gelassenheit und traut unser Paar fast gänzlich ohne Mitwirkung seines katholischen Kollegen! Ökumene!!

.......endlich!

ja..die Ringe sind da!

..ein schönes Paar....


Danach fahren wir ins nahe gelegene Pueblo Hotel in San Bernardino, wo  die zivile Trauung stattfindet. Wir sind ja Trauzeugen! Carlos und Letizia haben gleich 12, und alle müssen unterschreiben! Wie man sich vorstellen kann, war auch die Standesbeamtin leicht sauer, der Verspätung wegen.

..einer von 12! Trauzeugen

Ziviltrauung am Pool

Pfarrer Ricardo Becker mit Sohn Nathanael, Gattin Betty und Tochter Lia

Das Fest beginnt. Das Vorspeisenbuffet wird aufgetragen, in Form von je zwei Tellerchen pro Tisch mit ein paar fritierten Häppchen drauf. Wie in Paraguay üblich, kümmern sich die Kellner vorwiegend um die männlichen Gäste. Peter kriegt Bier nachgeschenkt , kaum hat er einen Schluck getrunken, ich muss mir eine Flasche Sprite suchen gehen. Wein wird nicht eingeschenkt, erst auf Verlangen. Mir fällt am Ende des Hauptganges, auch wieder in Form eines Buffets mit Selbstbedienung, auf, dass alle Weingläser leer sind und keiner Wein getrunken hat. Da müssen die Paraguayos noch viel lernen! Auf meine Bitte hin, organisiert Gudrun für uns eine Flasche Rosado, Salud! Zum Essen hat Carlos eine Überraschung bereit! Zwei der besten Harfenspieler aus Asuncion unterhalten das Publikum mit ihrem gekonnten Spiel.

Salud y dinero y amor!

faszinierendes Harfenspiel

Der Höhepunkt des Abends ist dann die Tombola, die dem Brautpaar eine Million Guaranies einbringt. Man kennt hier sowas nicht, die Gäste sind begeistert und fragen, ob wir das auch auf anderen Festen machen würden, und ob sie das kopieren dürften.
Also, ich bin nicht zum Arbeiten nach Paraguay gekommen!
Weiter geht es mit dem Brautwalzer, ach du Sch.....ich hab mit Carlos Englischwalzer geübt und nun spielt die Musik den Donauwalzer! Mein Lieblingswalzer, zwar, aber für Carlos und Letti dann doch etwas zu schnell.
..vielleicht klappt es unter dieser Führung

...zeigen wir ihnen halt wie`s geht!
Die Hochzeitstorte wird verteilt und wir setzten uns an den Pool und unterhalten uns sehr angeregt bis fast um 02.00 Uhr.
Trotz allem ein sehr schöner, gelungener Tag!

Lieber Carlos, liebe Letizia an dieser Stelle nochmals alles erdenklich Gute für eure gemeinsame Zukunft!

Mittwoch, 13. Februar 2013

Temporada in Sanber

Schon wieder sind zwei Monate verflogen, und wir haben das erste Jahr in Paraguay hinter uns gebracht. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und lasst es euch gut gehen!
Dass die Zeit hier so schnell vergeht und die Wochen nur so "vorbei fliegen", hätte ich mir eigentlich nicht  vorgestellt. Nun denn, jedenfalls läuft immer etwas, und Arbeit gibt es genug, auch ohne eine Anstellung!
Wir haben gerade die "Temporada" (Feriensaison) in Sanber überstanden. Sie dauert ungefähr von Weihnachten bis Mitte Februar. Da läuft was, Discos und Speiselokale haben 24 Stunden geöffnet. Den Lärm kann man sich kaum vorstellen, bevölkern doch in dieser Zeit ca. 20000 Personen zusätzlich die sonst kleine Stadt. San Bernardino ist das Ferienzentrum der reichen Asuncioner. Nicht Wenige haben hier eine Ferienvilla, die sie nur in der Temporada bewohnen. Dazu reisen sie mit Möbelwagen an und bringen gleich die ganze Haushaltung mit. Viele mieten sich Häuser zu überhöhten Preisen und bezahlen über 10000 Dollars für die Saison! Gut, dass unser Haus nicht im Zentrum, oder gar am Strand steht, sondern etwas abseits des Trubels. Doch auch hier im Condominio sind plötzlich die Häuser, die das ganze Jahr über leer stehen, bevölkert. Man feiert mit Freunden Partys bis in den Morgen. Kinder fahren mit Quads auf den Strassen, obschon die das noch gar nicht dürften. Auf der Strasse herrscht ein Chaos, Staus, Fussgänger ohne Ende und Fahrradfahrer, die einem auf der eigenen Strassenseite entgegenkommen. Das ist seeehr gewöhnungsbedürftig und auch gefährlich, besonders da diese Menschen denken, mit Geld könne man sich ohne Gefahr alles leisten und erlauben!
Nun, diese anstrengende Zeit ist jetzt  für ein Jahr zu Ende.
 Kurz vor der Feriensaison wurde bekannt, dass der schöne, blaue Ypacaraisee kontaminiert ist. Ein grosses Fischsterben begann. Blaualgen vermehrten sich in Windeseile.
 Wer mehr wissen möchte, kopiere den nachfolgenden Link in seinen Browser.

http://nachrichten.com.py/2013/01/24/umweltkatastrophe-ypacarai-see/


Frosch im Wassernapf von Idefix
An unserem Haus gehen die Arbeiten weiter. Der Brunnen ist immer noch nicht fertig, aber es fehlt nicht mehr allzu viel. Peter wünschte sich ein Deposito, eine kleine Werkstatt, wo dann auch unsere Gartenwerkzeuge, sein ganzes Werkzeug und unsere Velos Platz finden werden. Da das Häuschen zwischen dem Brunnen und dem Pool entsteht, wird wohl Beides gleichzeitig fertig werden.
Das Bild oben deutet ja schon an, was jetzt kommen wird! Die Froschplage! Ja, es begann mit der Entdeckung, dass ein Kururu im Abflussrohr, aussen bei der Dachrinne, wohnt. Toll, haben wir gedacht, ein Frosch, der unsere Fliegen frisst. Nun ja, plötzlich waren aber überall lauter kleine Frösche. Die wurden grösser und grösser und abends guckten sie zu den Glastüren rein. Kururus können riesig werden, ich habe ein Bild gesehen von so einem Frosch, der war bestimmt 60 cm gross. Gudrun erzählte mir, dass ihre Hunde gern mit den Fröschen spielen würden, das aber gefährlich sein könne, besonders für kleine Hunde, da die Frösche ein Gift verspritzen. Selbst den Filas müsse jeweils das Maul ausgespült  und Milch eingeflösst werden. Für unseren Idefix könne das aber tödlich enden. Also mussten wir unserem Kleinen eintrichtern, dass er diese Frösche schön in Ruhe lassen soll. Das war nicht so schwer, hat er doch schon mal seine Erfahrung mit dem Gift gemacht und auf ein "Oh,oh!" unsererseits, lässt er die Frösche in Ruhe. Schlimm wurde es dann erst, als ich entdeckte, dass die unter den Glastüren durchkriechen können und sich im Haus versteckten. Jeden Morgen suchten wir und wurden hinter dem Ofen, unter dem Kühlschrank, in den Schuhen, unter dem Toilettenrand, in der Dusche, ja sogar im Wassernapf von Idefix  fündig. Wir wollten die eigentlich nützlichen Tiere nicht einfach erschlagen, nein sie wurden dann zu "fliegenden" Fröschen. Peter stülpte sich einen Plasticbeutel über die Hand, ergriff die Frösche am Maul und trug sie zur Mauer, wo sie weit aufs Nachbargrundstück flogen. 10 bis 20 Stück pro Tag im Durchschnitt. Nun haben wir Ruhe, nur noch selten findet sich einer auf unserem Grundstück ein. Heute hatte sich einer in der Strelitzie versteckt, die wir einpflanzen wollten, auch er bekam Flügel! Eines Abends, wir waren zum Abendessen im Hause Sommerlad geladen, beginnt draussen ein herzzerreissendes, sehr lautes Miauen. "Oh, die arme Katze, was die wohl hat", sage ich." Neneee, das ist keine Katze", antwortet Gudrun, " das ist ein Frosch, der sitzt im Topf mit den Wasserpflanzen beim Eingang und ruft den Weibchen!" Den ganzen Abend und die ganze Nacht dieses eindringliche Miauen, und das sicher einen Monat lang!! So richtig nervtötend! Wie waren wir doch alle froh, als ihn eeeendlich ein Weibchen erhörte und zu ihm in den Topf zog!
Damit bin ich auch schon bei Carlos! Er heiratet am 23. März seine Letizia und wir sind eingeladen, ja wir sind sogar Trauzeugen! Unsere grösste Sorge ist (wie wohl bei allen Frauen...hihi), was ziehen wir denn an? Lang sollte es sein, elegant, Kleid oder Rock mit Oberteil! Ich werde was finden und bin sehr gespannt auf die Hochzeit auf paraguayisch. Carlos ist seit ein paar Wochen auch unser Sprachlehrer. Wir fahren mit ihm dienstags und freitags nach Caacupe zu Mägi und Martin, wo wir Privatunterricht in Spanisch ( europäisch und rioplatensisch) erhalten. Peter ist nicht "wahnsinnig" begeistert, hat er doch noch nie eine Fremdsprache lernen müssen, aber er hat schon eingesehen, dass man in Paraguay mit Schwyzerdütsch nicht unbedingt richtig verstanden wird.
Hier hätte ich gern ein paar Fotos eingefügt, um zu zeigen, wie sich unser Haus und Grundstück verändert hat in dem halben Jahr, da wir nun in San Bernardino wohnen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meine heissgeliebte Sony Cybershot ruiniert habe! Sie lag, wie immer, in meiner Handtasche, griffbereit, als wir uns im Mariscal Lopez Shoppingcenter in Asuncion in ein Restaurant begaben, um etwas zu essen. Wie immer,  habe ich meine Cola zero nicht ausgetrunken, legte dann die Flasche in meine Handtasche und musste etwas später entdecken, dass sie ausgelaufen war, da nicht richtig verschlossen, und meine Kamera im Cola schwamm! Scheisse, auch schnelles Auseinandernehmen und Trocknen half nichts, sie gibt keinen Mucks mehr von sich. Auch die SD-Karte ist hin mit all den Bildern von den zwei letzten Monaten.



Mittwoch, 19. Dezember 2012

Advent

Advent, die Vorfreude auf Weihnachten! In der Schweiz fällt Schnee, eine ganze Menge, sehe ich auf facebook. Hier steigt die Temperatur tagsüber auf über 40°. Wenn ich unser klimatisiertes Haus verlasse, fühle ich mich sogleich in einen Backofen versetzt. Und da soll ich Plätzchen backen!! Zum Glück steht mein Backofen draussen in der Aussenküche, und ich kann zur Abkühlung gleich in den Pool steigen.
 Den Teig hab ich schon gemacht. Es ist aber schwierig, die Zutaten zu finden. Das heisst, finden tut man sie schon, aber zu was für einem Preis! Mandeln und Haselnüsse gibt es nur sehr selten. Da muss ich mich mit Macadamia- und Pecannüssen begnügen, aber auch Macadamias sind sehr teuer. Für die Zimtsterne hab ich dann doch Mandeln gekauft, 300 g für 30000 Guaranies!
Hier mutet nichts weihnächtlich an. Selten ist ein Haus mit Lichterketten geschmückt. Die Strassen in den Städten haben eine Weihnachtsbeleuchtung, aber die Atmosphäre ist hier ganz anders, als in Europa. Überhaupt findet man sich nur in den Supermärkten an Weihnachten erinnert mit dem gleichen Schmuck und Kitsch für den künstlichen Weihnachtsbaum, wie in der Schweiz und wohl überall auf der christlichen Welt.
Wir haben einen "Adventshund" von Gudrun geschenkt bekommen, auch einen richtigen Adventskranz und sogar eine Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, alles wunderschön, aber - nach Kerzenschein steht uns nicht der Sinn- eher nach Kühlschrank, Eiswürfeln und kaltem Bier!


1. Advent mit "Adventshund"
..mein von meinem Mann zurechtgezimmertes "Güetzibrett " mit Kehrichtsack beklebt...

..nach dem Backen ab in den Pool.....

Sehr oft werde ich gefragt, was ich denn den ganzen Tag so mache. Ich hätte doch jetzt "Ferien" und sicher wäre es mir langweilig! Da kann ich nur sagen, dem ist ganz und gar nicht so! Ich bin mit Hausarbeit beschäftigt! Hier macht man  viel mehr selber! Quark, zum Beispiel, sogar Speiseeis wird hausgemacht und die Mahlzeiten für Idefix, Reis mit Karotten und Hühnerleber oder Pouletfleisch koche ich selber. Sogar die Hundeleckerli stelle ich selber her! Am liebsten hat der kleine Schlingel getrocknete Leber. Da kaufe ich Hühner- oder Rinderleber, die wird zuerst gekocht mit etwas Salz, einem Lorbeerblatt und Nelken, danach in dünne Streifen geschnitten und im Backofen getrocknet. Wenn ich Hühnerbrust kaufe, kriege ich die ganze Brust mit allem Drum und Dran, nichts von schön filetiert und vakuum verpackt. Die muss ich dann erst zerlegen, von Fett, Haut und Knochen befreien, das dann eben für Idefix gekocht wird. Er liebt Hühnchen und legt jeweils die Karotten schön neben sein Schüsselchen, da er sie nur im grössten "Hungersfall" mit vertilgt. Jedenfalls stehe ich hier länger in der Küche, als vorher in der Schweiz. Die Zeit vergeht, wie im Flug, sogar Peter, meinen Mann, hab ich mal zu Carlos sagen gehört: " Hier in Paraguay bin ich einem grösseren Stress ausgesetzt, als vorher in der Schweiz. Dabei habe ich gedacht, das sei hier wie Ferien. Vorher hat meine Frau gearbeitet und war den ganzen Tag ausser Haus, jetzt sagt sie dauernd, was noch zu tun wäre!"


...mein gertresster "Araber" bei der Tererepause...

Nun wünsche ich allen meinen Lesern ein recht frohes und besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2013





                     von der unteren Hälfte der Erdkugel!


                                  http://youtu.be/odagVE3sWsg